Göttingen

Göttingen - Seminar für Ägyptologie und Koptologie

Geschichte

Nach Paris und Berlin wurde in Göttingen der weltweit dritte Lehrstuhl für Ägyptologie 1867 mit Heinrich Brugsch besetzt. Die Professur trug damals bereits den Titel „Ägyptische Alterthumskunde und koptische Sprache" und begründete eine 150-jährige Tradition der Verbindung der Forschungs- und Lehrschwerpunkte Ägyptologie und Koptologie, die bis heute fortbesteht.

Wissenschaftliches Profil

Neben der Kultur, Geschichte und Archäologie des pharaonischen und christlichen Ägyptens stehen die ägyptologische und die koptologische Literaturwissenschaft ganz besonders im Fokus der Forschungen am Seminar. Ebenso sind Sprache und Religion traditionelle Schwerpunktbereiche in Göttingen, die sich heute in der Teilnahme des Seminars an den Verbundprojekten „Bildung und Religion“ und „The Making and Unmaking of the Religious“ ausprägen sowie mit der Einrichtung eines Akademievorhabens zur „Digitalen Edition des koptisch-sahidischen Alten Testaments“ eine Verbindung zu einem neuen Schwerpunkt, den Digitalen Geisteswissenschaften, eingegangen sind.

Weitere Besonderheiten stellen die intensive Beschäftigung mit der Wissenschaftsgeschichte der Fächer dar. In den letzten Jahren entwickelte sich eine Kooperation zwischen der Ägyptologie und der physikalischen Anthropologie und Paläopathologie, in deren Rahmen medizinische Texte angesichts des neu gewonnenen Verständnisses von ägyptischen Krankheiten untersucht werden sollen.

Uschebti der 26./27. Dynastie. Entnommen aus: Böhm, Barbara: Katalog der Aegyptiaca der Völkerkundlichen Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen. Göttingen 2005. Tafel IV.

Studium

Für Studierende besteht in Göttingen die Möglichkeit, das Fach „Ägyptologie und Koptologie" sowohl im 2-Fach-Bachelor als auch im Master mit Wahl eines der beiden Schwerpunkte zu studieren. Alternativ lassen sich „Ägyptologie" und „Koptologie" auch als Schwerpunkte im fächerübergreifenden BA-Studiengang der Antiken Kulturen sowie als Modulpakete im Master belegen. Die altertumswissenschaftlichen Fächer sind in Göttingen sehr gut vernetzt und gewähren eine breite Ausrichtung des Studiums. Die Nähe zum Roemer- und Pelizaeusmuseum in Hildesheim sowie zum Museum August Kestner in Hannover ermöglicht außerdem das Studium an Originalobjekten.

Göttingen bietet den Studierenden somit umfangreiche Möglichkeiten sich zu spezialisieren, besonders in den Bereichen Sprache, Literatur und Religion. Es gibt hier die besondere Gelegenheit sich schon im BA-Studium intensiv der Koptologie zu widmen, ohne dass man auf andere Bereiche der Ägyptologie verzichten muss.

Kontakt

Universität Göttingen
Seminar für Ägyptologie und Koptologie
Kulturwissenschaftliches Zentrum
Heinrich-Düker-Weg 14
D-37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551 39-24400

Internet

E-Mail

Ansprechpartner:
David Behrens