Bonn

Das Seminar für Alte Geschichte im 2. Stock des Hauptgebäudes der Universität, Foto: Jennifer Stracke

Die Alte Geschichte ist mit ihren beiden Lehrstühlen für römische und griechische Geschichte als eigenständige Forschungseinrichtung fest im Bonner Wissenschaftsleben verankert und gut vernetzt. Sie ist an der Universität Bonn als Abteilung in das Institut für Geschichtswissenschaft integriert, befindet sich aber mit einer eigenen Präsenzbibliothek versehen im Hauptgebäude der Universität direkt im Herzen der Stadt.

Der große Übungsraum in der Bibliothek des SAG, Foto: Jennifer Stracke

Schwerpunkte der althistorischen Forschung liegen in Bonn in der griechisch-römischen Familien- und Sozialgeschichte, der antiken Sklaverei, der antike Historiographie, der Geschichte Nordafrikas in römischer Zeit sowie der Geschichte der Spätantike (zu den einzelnen in der Abteilung verfolgten Forschungsprojekten siehe: hier). Die zahlreichen Lehrbeauftragten erweitern dieses Angebot noch zusätzlich um ein breites Spektrum an althistorischen Forschungsthemen – vom antiken Persien bis zur Körpergeschichte. Viel Wert wird auf ein quellennahes Studium gelegt, sodass Lektürekurse oder Kurse der lateinischen Epigraphik regelmäßig angeboten werden. Exkursionen zu archäologischen Stätten und zu einem der zahlreichen Museen im Umland bieten den Studierenden darüber hinaus Möglichkeiten, die materielle Kultur sowie Raum und Umwelt antiker Gesellschaften besser kennenzulernen. Ergänzt wird dieses Angebot alle zwei Jahre durch eine zweiwöchige Exkursion in eine Region der antiken Welt.

Die Altertumswissenschaften an der Universität Bonn -  am Puls der Zeit

Die Altertumswissenschaften blicken auf eine lange Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zurück. Seit der Gründung der Universität 1818 wurden althistorische Themen durch verschiedene altertumswissenschaftliche Professuren abgedeckt, bis 1865 ein eigenes Seminar für Alte Geschichte eingerichtet wurde. Die enge Vernetzung mit den historischen sowie altertumswissenschaftlichen Nachbar- und Schwesterdisziplinen ist über die Jahre erhalten geblieben; dem Studierenden bietet sich daher die Möglichkeit, aus einem reichen Lehrangebot auszuwählen: Neben einer breiten Palette an historischen Fächern am Institut für Geschichtswissenschaften (darunter Mittelalterliche Geschichte, Frühe Neuzeit, Neuzeit, Rheinische Landesgeschichte, Osteuropäische Geschichte, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie die Historischen Grundwissenschaften und Archivkunde) stehen auch Seminare in den an der Universität Bonn reich vertretenen andere Nachbardisziplinen zur Auswahl, so z.B. in der Lateinischen oder Griechischen Philologie, der Klassischen Archäologie, aber auch in der Christlichen Archäologie, der Ägyptologie, Altamerikanistik oder Keltologie.

Besuch in Stageira, dem Geburtsort des Aristoteles (Exkursion nach Nordgriechenland, Albanien und Mazedonien 2015), Foto: Joachim Karmaat

Ergänzt wird das Lehrangebot durch eine lebendige Forschungslandschaft und eine enge Kooperationen zwischen den einzelnen Lehrstühlen, die immer wieder zu Projekten auch unter studentischer Beteiligung führen. Kennzeichnend für die Bonner Forschungslandschaft ist ein reges altertumswissenschaftliches Vortrags- und Diskussionswesen, sowohl in den Kolloquien der einzelnen Disziplinen als auch in fachübergreifenden Veranstaltungen (Bsp: Überblick über archäologische Vorträge). Am Seminar für Alte Geschichte finden regelmäßige Nachwuchstagungen organisiert vom Doktorandenforum Koinon statt, zu denen Studenten herzlich eingeladen sind. Der Übergang vom Studieren zum Forschen soll den Studierenden auf diese Weise leicht gemacht werden.

Alte Geschichte kann in Bonn im Rahmen des BA Geschichte (Optionen: Zwei-Fach-Bachelor, Kernfach, Nebenfach) oder des MA Geschichte (auch mit Spezialisierung in der Fachrichtung Alte Geschichte) studiert werden. Sie ist ebenfalls Teil des Lehramtsstudiengangs Geschichte im Bachelor und Master.

Die Stadt Bonn – Vom Legionslager zum UN-Standort

Blick auf die Bonner Innenstadt, Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn

Das Flair der Stadt Bonn wird geprägt durch das lebendige studentische Leben sowie die reichen kulturellen Aktivitäten und Freizeitangebote. Die Bundesstadt bietet ihren Bewohnern ein nicht nur für ihre Größe beeindruckendes kulturelles Angebot. Neben dem LVR LandesMuseum Bonn, das die archäologischen Funde der Region in sich versammelt, und dem Beethovenhaus bieten die kleineren, in der Stadt verteilten sowie die großen und z.T. selbst geschichtsträchtigen Museen im alten Regierungsviertel speziell entlang der sogenannten Museumsmeile (Museum König, Haus der Geschichte, Bundeskunsthalle, Kunstmuseum Bonn, Deutsches Museum Bonn) eine breite Auswahl an Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen. Dem berühmtesten Sohn der Stadt, Ludwig van Beethoven, zollt die reiche Musik- und Schauspiellandschaft an der Oper und in der Beethovenhalle, sowie an den zahlreicheren kleineren Bühnen und Sälen Tribut. Zu einem ausgedehnten Spaziergang oder gemütlichen Bummel über den monatlich stattfindenden Flohmarkt lädt dagegen die Parkanlage Rheinaue ein. Durch die auch nachts guten Verbindungen des ÖPNV innerhalb Bonns, aber auch in die nähere Umgebung ist Bonn gleichzeitig eine Stadt der kurzen Wege. Vieles ist auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Zentral in der Stadt gelegen und dennoch umgeben von Grünflächen und in unmittelbarer Nähe des Rheines, prägt das Hauptgebäude der Universität das Stadtbild. Die Möglichkeit, Muße und Studium zu verbinden, kennzeichnet das rheinische Flair Bonns.

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