Bonn

(c) Dr. Thomas Mauersberg, Universität Bonn

Die Bonner Germanistik blickt auf eine lange Tradition zurück. Kurz nach der 1818 erfolgten Gründung der Universität behandelten August Wilhelm Schlegel und der Romanist Friedrich Diez germanistische Gegenstände, bis dann Karl Simrock zum Professor für die Geschichte der deutschen Literatur ernannt wurde. Unter seinem Nachfolger Wilhelm Wilmanns gelang die Gründung des Germanistischen Seminars.

Ein Studium der Germanistischen Mediävistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bietet mannigfaltige Möglichkeiten, die Literatur des deutschsprachigen Mittelalters zu erkunden. Ein breites Lehrangebot berücksichtigt die literarische Produktion vom Frühmittelalter über das Hochmittelalter bis ins Spätmittelalter, immer wieder auch mit Ausblicken auf die Frühe Neuzeit, der sich überdies ein abteilungsübergreifender Arbeitskreis widmet. Forschung und Lehre zielen auf eine Verortung der Literatur im kulturellen Kontext und auf eine Integration mediävistisch-literaturwissenschaftlicher und diachron-sprachwissenschaftlicher Zugriffsweisen, was sich im Modulangebot abbildet. Zudem existieren durch das interdisziplinäre ‚Bonner Mittelalter-Zentrum (BMZ)’ vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Fächern; am BMZ gibt es u. a. einen interdisziplinäreren Masterstudiengang ‚Mittelalterstudien’.

Die germanistisch-mediävistische Lehre wurde von der Philosophischen Fakultät bereits mehrfach ausgezeichnet, nicht zuletzt wegen der Etablierung neuer und interessanter Veranstaltungsformate.  So werden die Studierenden mit einem Seminar zu Abschlussarbeiten und Qualifikationsschriften mit Blick auf ihren Studienabschluss unterstützt. Für die Masterstudierenden ist des weiteren das Format eines Forschungsmoduls interessant, das ihnen die Möglichkeit bietet, die Fähigkeit zum kritischen Dialog und zur Entwicklung eigener wissenschaftlicher Fragestellungen und Vorhaben auszubilden. Andere Veranstaltungen widmen sich der Vermittlung mediävistischer Forschung an eine interessierte Öffentlichkeit.

Gefördert durch das Rektorat, pflegt die Abteilung eine enge Kooperation mit der renommierten University of Oxford. In einem regelmäßigen Turnus finden in Bonn und in Oxford mediävistische Kolloquien und Workshops statt, auf denen besonders qualifizierte Studierende eigene Arbeiten präsentieren und überdies übergreifende Themen gemeinsam behandeln können. Auf diese Weise werden die Studierenden früh an Vortrags- und Diskussionskulturen und –techniken in einem internationalen wissenschaftlichen Umfeld herangeführt.

Das ‚Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft’ besitzt eine große Bibliothek, deren Bestand ergänzt wird durch den der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB), die sich in fußläufiger Entfernung befindet - und über einen hinreißenden Lesesaal mit Blick auf den Rhein verfügt.

(c) Dr. Thomas Mauersberg, Universität Bonn

Die Germanistik hat ihren Sitz im Hauptgebäude der Universität, dem ehemaligen kurfürstlichen Schloss, und befindet sich demnach mitten im reizvollen und lebendigen Zentrum einer Stadt mit hoher Lebensqualität.

Kontakt

Abteilung für Germanistische Mediävistik
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft
Am Hof 1d
D-53113 Bonn

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Jonas Maria Hoff