Göttingen

Die Göttinger Germanistik führt sich auf die Gebrüder Grimm und damit auf die Anfänge des Fachs zurück. Die Spuren Grimms sind heute noch in der Alten Universitätsbibliothek zu besichtigen, die unter anderem Belegzettel und Manuskripte der Grimms verwahrt. Auch die unter anderem an der Göttinger Akademie der Wissenschaften angesiedelten Arbeitsstellen der Wörterbücher (Mittelhochdeutsches Wörterbuch, Deutsches Wörterbuch und Arbeitsstelle Niedersächsisches Wörterbuch) kann man in dieser Tradition sehen.

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Die Mediävistik erkundet solche Bezüge in Veranstaltungen zur Fachgeschichte, ihr zentraler Gegenstand aber ist die Sprache und Literatur des Mittelalters, deren Vermittlung sich in Göttingen auf alle drei Epochen: frühes, hohes und spätes Mittelalter gleichermaßen erstreckt. Die enge Anbindung an das Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung ermöglicht es, die deutsche Literatur vom Kontext auch der anderen Teilgebiete einer europäischen Kulturwissenschaft des Mittelalters (z. B. Kunstgeschichte, Lateinische Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Englische Sprache und Literatur des Mittelalters) her zu perspektivieren. Der interdisziplinäre Zugang kommt auch im M.A. Mittelalter- und Renaissance-Studien zum Tragen.

Wer den Weg in die Germanistische Mediävistik sucht, findet ihn auch über das B.A.- Studium der Deutschen Philologie, das im Zeichen der Vollgermanistik steht, oder über den gleichnamigen Master, in dem der mediävistische Fokus gewählt werden kann. Im Studium werden Texte mit kulturwissenschaftlichen, diskurs- und medientheoretischen sowie historisch-narratologischen Zugängen analysiert.

In Göttingen stehen mehrere voneinander fußläufig entfernte und sehr gut ausgestattete Bibliotheken zur Verfügung. Auch jenseits des Campus lebt es sich gut in der Student*innenstadt mit kurzen Wegen, viel Grün und schöner Altstadt.

Kontakt

Universität Göttingen
Seminar für Deutsche Philologie
Jacob-Grimm-Haus
Käte-Hamburger-Weg 3
D - 37073 Göttingen

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Ansprechpartnerin:
Anna-Lena Heckel