Tübingen

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Die Tübinger Germanistik zählt Salomon Michaelis, Ludwig Uhland und Friedrich Theodor Vischer zu ihren Gründerfiguren, wenngleich ihr Wirken an der Universität Tübingen jeweils relativ kurz währte. Für die Geschichte der Mediävistik herauszuheben ist im 19. Jahrhundert Adelbert von Keller, der – ab 1849 auch als Präsident des ‚Litterarischen Vereins‘ in Stuttgart – zahlreiche Schätze der mittelalterlichen Überlieferung ans Tageslicht gehoben hat. Eine besondere Auszeichnung wurde der Tübinger Mediävistik in der jüngeren Fachgeschichte mit der Verleihung des Leibnizpreises an Walter Haug und Burghart Wachinger im Jahr 1988 zuteil.

Die Abteilung für Mediävistik am Deutschen Seminar der Universität Tübingen beschäftigt sich mit der deutschen Literatur und Sprache des Mittelalters sowie der Frühen Neuzeit in ihren europäischen Bezügen und in ihrer engen Verflechtung mit der lateinischsprachigen Literatur der Zeit. Im literaturwissenschaftlichen Arbeitsfeld bestehen Schwerpunkte in den Bereichen Literaturgeschichte, Literaturtheorie (historische Poetik und Ästhetik), Literaturanthropologie (Emotionsforschung) und Performativität mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur (Schauspiel). Das Selbstverständnis der Abteilung ist geprägt durch Interkulturalität und Interdisziplinarität (vgl. hierzu besonders das Zentrum für Vormoderne und den Masterstudiengang ‚Vormoderne Literatur‘, s.u. Punkt 3). Im sprachlich basierten Arbeitsfeld liegen die Schwerpunkte in den Bereichen der historischen Sprach- und Übersetzungsanalyse, der Editionsmethodik und -pragmatik sowie in textanalytischen Fragestellungen.

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Die Fachbibliothek der Tübinger Neuphilologie genießt nicht zu Unrecht einen ausgezeichneten Ruf; weitere hervorragende Bibliotheksbestände finden sich fußläufig in der Nähe der Neuphilologie.

Wer in Tübingen Germanistische Mediävistik studieren möchte, kann sich zu folgenden drei Möglichkeiten einen Überblick verschaffen:

1. BA Germanistik

2. Masterstudiengang ‚Deutsche Literatur‘

3. Masterstudiengang, Vormoderne Literatur‘

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